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Reichsgrafenstand der Freiin Katharina von Ludwigsberg

71e 02 frei Reichsgrafenstand

Künstler

Kaiser Josef II.

Datierung

27. Juli 1784

Abmessungen

38 x 27,5 cm; Durchmesser des Wachssiegels 15 cm

Material

Pergamentlibell in rotem Samteinband, Wachssiegel in vergoldeter Kapsel

Eigentümer

Landesarchiv des Saarlandes

Beschreibung

Mehr urkundlicher Glanz war kaum möglich im Heiligen Römischen Reich. Die formale Pracht galt der Standeserhöhung der Freifrau von Ludwigsberg. Die Gemahlin des letzten regierenden Saarbrücker Fürsten Ludwig hatte ihren gesellschaftlichen Aufstieg als Katharina Kest alias „Gänsegretel“ begonnen. Im jugendlichen Alter hatte die Tochter eines Leibeigenen die Liebe des Landesherren erobert. Es begann ein fast 20 Jahre währendes Bemühen Ludwigs, die neue Frau an seiner Seite in den Stand einer ebenbürtigen Reichsfürstin erheben zu lassen, was am Widerstand des Hauses Nassau und des Reichshofrats scheiterte. So spiegelt der Glanz der Urkunde von 1784 auch die Geschichte vom Niedergang des alten, feudalen Europa.

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