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Schlossberghöhlen

MT schlossberghoehle 03

Datierung

ab ca. 1670

Abmessungen

12 Etagen, Länge 5000 m

Material

Buntsandstein

Typus / Technik

3D film with sound collages

Fundort

Homburg

Beschreibung

Anders als ihr Name vermuten lässt, handelt es sich bei den Homburger Schlossberghöhlen um ein ehemaliges Bergwerk. Ausgerechnet unterhalb der Festungsanlage auf dem hohen Buntsandsteinfelsen schlugen Sandmänner mit Spitzhacken und Meißeln Gänge und Hohlräume in den Berg. Die Gründe dafür kennt man nur teilweise. Der hohe Quarzanteil in den gelben Schichten lässt aber vermuten, dass der wohl ab dem 17. Jahrhundert abgebaute Sand zur Glasherstellung genutzt wurde. Auch als Scheuersand zum Putzen und Polieren, als Formsand für die Eisenindustrie oder als Schreibsand kam er zum Einsatz. Heute sind an Wänden und Decken der Sohlen noch immer die natürlichen und künstlichen Spuren einer langen, bewegten Vergangenheit abzulesen.

Weiter geht's über die große Spielfläche in die Verdichterhalle zum Kapitel „Eisen und Stahl“. Werfen Sie auch einen Blick auf das Interview mit Gustav Regler (159).

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