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Fürstengrab II, Schwarzenbach

Schnabelkanne, Siebkelle und Armring (Kopie)

Schwarzenbach2SiebArmrKanneDia2000 2705 Foto Th Zuehmer frei

Datierung

400 – 370 v. Chr.

Abmessungen

Höhe der Schnabelkanne 30 cm

Material

Bronze, Gold

Fundort

Schwarzenbach

Eigentümer

Rheinisches Landesmuseum Trier – Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Beschreibung

1849 durchwühlten Dorfbewohner zwei große Schwarzenbacher Grabhügel nach Schätzen. In beiden waren Krieger mit ihren Waffen und exquisiten Beigaben bestattet. Importierte Bronzegefäße und goldener Zierrat sind Kennzeichen von „Fürstengräbern“, wie die Ruhestätten der Elite traditionell genannt werden. Die aus Italien importierte etruskische Siebkelle repräsentiert einen bis dahin fremden Tafelluxus, nämlich das Filtern von Würzwein. Zum Tafelgeschirr zählt auch die etruskische Schnabelkanne, das häufigste Importobjekt in frühlatènezeitlichen Prunkgräbern Mitteleuropas. Der goldene Armring wiederum, eine Variante des „Dreiknotenrings“, ist das Herrschaftszeichen des Kriegerfürsten.

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