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Ablassbrief für Elisabeth von Nassau-Saarbrücken

Johann Morelly

MT Morelly 62c frei

Datierung

8. März 1441

Abmessungen

24 x 19,5 cm

Material

Pergament, Papiersiegel mit Wachs

Eigentümer

Landesarchiv des Saarlandes

Beschreibung

Ein Ablassbrief, wie er 1441 für die berühmte Gräfin und Literatin Elisabeth von Lothringen ausgestellt wurde, war im Spätmittelalter nichts Ungewöhnliches. Berühmt wurden die Dokumente, mit denen man sich zu Lebzeiten einen Sündenerlass erkaufen konnte, durch die Tätigkeit des Ablasshändlers Tetzel und die Kritik, die der Reformator Luther an ihnen übte. Als die Gräfin von Nassau-Saarbrücken für sich und ihren Sohn einen Ablass beim Orden zum Heiligen Grab von Jerusalem bestellte, waren die Thesen Luthers noch weit entfernt. Weil noch kein Buchdruck existierte, wurden die Schreiben massenhaft handschriftlich vorfabriziert. Die Empfänger mussten nur noch in die dafür vorgesehenen Lücken eingetragen werden.

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Urkunde für das Augustinerkloster Fraulautern (111), Rosenkranzring des Tholeyer Abtes (112), Vermessung der Wälder der Abtei Tholey (113)

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