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Schlussstein

61e 06 b frei Schlussstein

Datierung

1200 – 1235 n. Chr.

Abmessungen

Breite 55 cm

Material

Sandstein

Fundort

Kloster Wörschweiler

Eigentümer

Stiftung Klosterruine Wörschweiler

Beschreibung

Schlusssteine sind die Krönung eines jeden Gewölbes, in Zisterzienserklöstern wie dem von Wörschweiler waren sie sogar das nahezu einzige geschmückte Bauelement. Praktisch dienen Schlusssteine dazu, unsaubere Zusammenführungen der Kreuzrippen, wie sie bei der mittelalterlichen Bautechnik fast unvermeidlich waren, zu überdecken. Je größer der Stein, desto problematischer also die Statik. Mitte des 20. Jahrhunderts brachten Grabungen die Schlusssteine des Klosters Wörschweiler ans Tageslicht. Jedes Gewölbe im Langhaus, der Apsis und der Vierung erhielt einen solchen Stein, der aber mit bloßem Auge kaum sichtbar war. Die Ornamentik stammt aus der christlichen Ikonografie, wobei jede Pflanze eine andere Bedeutung hat.

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